Abdominaltyphus - Impfung

Abdominaltyphus ist eine durch Bakterien (Salmonella typhi) verursachte Erkrankung. Die Übertragung geschieht fäkal-oral, das heisst durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel. Nach einer Inkubationszeit von ca. 2 Wochen entsteht hohes Fieber; Kopfschmerzen und Muskelschmerzen folgen. Später kommt es zu Bewusstseinsstörungen, Darmdurchbrüchen, Knocheneiterungen und Hirnhautentzündung. Unbehandelt ist die Krankheit gefährlich und kann zum Tode führen.

Verbreitungsgebiete und Häufigkeit:
Je nach Reisestil erkrankt etwa einer von 6000 bis 30000 Touristen an dieser potentiell gefährlichen Krankheit. In Peru und auf dem indischen Subkontinent dürfte das Risiko noch erheblich höher sein. Ebenfalls hoch ist das Risiko in Westafrika und den Ländern der Sahelzone. Die übrigen Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika weisen ein mittleres Risiko auf (ca. 1 auf 30000 Reisenden).
Typhuskarte

Wer soll geimpft werden?
Reisende nach Indien, Nepal, Indonesien, Westafrika und Peru; übrige Länder je nach Reisestil und Aufenthaltsdauer. Personen mit Medikamenten gegen Magensäure sollten ebenfalls geimpft werden, da sie ein erhöhtes Risiko der Erkrankung aufweisen.

Impfschema:
Vivotif (orale Schluckimpfung): Eine Kapsel an den Tagen 1, 3, 5, jeweils eine Stunde vor der Mahlzeit (auf leeren Magen). Der Impfstoff soll im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Impfschutz ist 14 Tagen nach Einnahme der letzten Dosis vorhanden. Die Schutzwirkung beträgt 50-70%.
Schutzdauer: 1 Jahr
Eine bessere Schutzwirkung erhält man mit dem Impfstoff TyphimVi (in der Schweiz nicht offiziell zugelassen), welcher intramuskulär in den Oberarm gespritzt wird (Schutzwirkung 70-75%).

Nebenwirkungen des Schluckimpfung:
Selten Duchfall, Bauchschmerzen, Fieber